Weiterbildungen und Konferenzen

Veranstaltungen des Museumsverbandes

Der Museumsverband Thüringen e. V. bietet im kommenden Jahr ein monatliches Fortbildungsangebot zu vielfältigen Themen an. Die Programme sind vorbehaltlich der jeweiligen Corona-Beschränkungen. Somit kann es zu Terminverschiebungen, inhaltlichen Änderungen oder der Notwendigkeit der digitalen Durchführung kommen.

Das Programm der jeweiligen Veranstaltung wird vier Wochen vor dem Termin verschickt. Danach ist eine Anmeldung über die Geschäftsstelle möglich.


Weiterbildungen für die Mitgliedsmuseen 2021

17. Mai 2021: Einführung in die digitale Objektfotografie
14. Juni 2021: Scheinselbständigkeit in der Museumspädagogik. Ein Problem und seine Lösungsmöglichkeiten
12. Juli 2021: Objekterfassung mit digiCULT.web für Fortgeschrittene
13. September 2021: Umgang mit Sammlungsgut. Was muss beim Handling und der Lagerung beachtet werden? (Grundlagen-Workshop)
27. September 2021: Notfallvorsorge für Kultureinrichtungen und Ausrüstungssatz Kulturgutschutz
18. Oktober 2021: Einführung in die digitale Objektfotografie (regionaler Workshop)
22. November 2021: Objekterfassung mit digiCULT.web | Eine Einführung
06. Dezember 2021: Objekterfassung mit digiCULT.web für Fortgeschrittene

9. Mai 2022: ARTIMA – Fachkonferenz


Weiterbildungen für Thüringer Volontärinnen und Volontäre 2021

31. Mai / 1. Juni: Ausstellungen konzipieren und kuratieren | ACHTUNG = neuer Termin für diese Weiterbildung!
07. Juni 2021: Literaturmuseen. Aufgaben und Schwerpunkte der Museumsarbeit
13. September 2021: Abbau von Barrieren. Menschen mit Sehbehinderungen im Museum
11. Oktober 2021: Finanzielle Förderung im Museumsbereich
15. November 2021: Sprechen – Reden – Vermitteln. Rhetorik in der Museumsarbeit
13. Dezember 2021: Abschlussveranstaltung 3. Durchgang. Präsentation der Volontariatsprojekte

9. Mai 2022: ARTIMA – Fachkonferenz


Weiterbildungen externer Anbieter

20. Mai 2021, 18 – 19:45 Uhr: What’s „Community“ Anyway? Uses, Misuses and Alternatives for the term „Community“ in Museum Work.

Der Community-Begriff wird im internationalen Kontext selbstverständlich in der Museumsarbeit verwendet, das ist auch an Bezeichnungen wie Community Curator, Community Manager oder Community Museum sichtbar. Aber lässt sich dieser Begriff – im Singular wie im Plural – auf die Arbeit der Museen im deutschsprachigen Raum übertragen? Wir diskutieren über Definitionen, Vorteile, Nachteile, Kontexte, aber auch über Alternativen des Community-Begriffs. Wir schauen uns Beispiele aus deutschen und internationalen Museen und Institutionen an und lassen uns von unterschiedlichen Begriffskonzepten und Erfahrungen inspirieren.

Es diskutieren:
Jamie Keil, Learning & Engagement Manager, Santa Cruz Museum of Art and History/USA
Jules Rijssen, Collection Networker, Imagine IC in Amsterdam/Netherlands
Roman Singendonk, Curator, Museum für Islamische Kunst, Berlin/Germany
Moderation: Alina Gromova (ICOM COMCOL) and Sandra Vacca (ICOM COMCOL)

Die Veranstaltung wird auf Englisch gehalten. Die  Teilnahme ist kostenlos

Anmeldungen über diesen Link:
https://uni-wuerzburg.zoom.us/meeting/register/tJUpc-ihrjspHdxX9ycUjfG6ijflyHq15Koe


21. Mai 2021, 19:00 – 21:00 Uhr: „Welcher Blick zählt? Perspektivwechsel im Museum“.

Was müssen Museen „verLernen“ in Bezug auf den Umgang mit ihren Objekten und ihrer Ausstellungspraxis?

Die Initiative OpenAfroAux und das Friedensbüro der Stadt Augsburg laden zu einer spannenden Online-Diskussion im Rahmen des Diversity-Tags zum Thema „Welcher Blick zählt? Perspektivwechsel im Museum“ ein.

Viele Museen stehen wie das Fugger- und Welsermuseum in Augsburg aktuell vor der Herausforderung, sich kritisch mit ihren Sammlungen und ihren Darstellungen auseinander zu setzen. Sie erzählen Geschichte(n) oft aus eurozentristischer, weißer Sicht. Das Podiumsgespräch bietet die Möglichkeit, die notwendigen Prozesse bei der Umgestaltung von Ausstellungen zu identifizieren und zu diskutieren. Anhand von gelungenen Beispielen soll der multiperspektivische Blick in die Museen bekannt gemacht werden. Der Fokus liegt auf der Frage: Was müssen Museen „verLernen“ in Bezug auf den Umgang mit ihren Objekten und ihrer Ausstellungspraxis? Diese Diskussion ist sicher auch interessant im Hinblick auf die allgemeine Veranstaltungspraxis.

Am 21. Mai 2021 um 19 Uhr diskutiert ein hochkarätiges Panel wie ein kritischer Umgang mit eigenen Sammlungen und deren Darstellungen aussehen kann:

Jeanne Nzakizabandi, Mit-Kuratorin der Ausstellung „Hingucker? Kolonialismus und Rassismus ausstellen“ in der Anne Frank Bildungsstätte und Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Ismahan Wahya, Kuratorin der Ausstellung „Ich sehe was, was Du nicht siehst. Rassismus und Kolonialismus aus der Sicht Betroffener“ im Historischen Museum Frankfurt.

Mark Terkessidis, freier Autor u.a. für taz, Tagesspiegel, Zeit, Süddeutsche Zeitung

Götz Beck, Geschäftsführer der regio Augsburg Tourismus und seit über 20 Jahren Ansprechpartner für die Belange des Tourismus in der Region Augsburg.

Dr. Margret Spohn, Leiterin des Büros für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg

Moderation: Denzil Manoharan, Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH

Der Stream wird kostenfrei auf friedensstadt-augsburg.de zum Abruf bereitgestellt.


17.–18. Juni 2021, Wien (A), Workshop Klima. Aktivismus. – Museum Kulturelle Dimensionen der Klimakrise

Extreme Auswirkungen der Klimakrise und der anhaltende Protest von jungen Aktivist*innen wie Fridays for Future haben die breite Öffentlichkeit in den vergangenen beiden Jahren alarmiert wie wohl nie zuvor. Es wird immer deutlicher, dass die Klimakrise nicht nur eine Naturkatastrophe ist, sondern von unserem Handeln abhängt – noch. Unser Handeln ist aber bekanntlich nicht nur  rational, sondern kulturell geprägt und von Emotionen und Wertvorstellungen getragen. Immer mehr Museen greifen diesen Punkt auf, um die Klimakrise nicht nur aus naturwissenschaftlicher Sicht, sondern in ihren kulturellen und soziopolitischen Dimensionen zu erkunden. Im Workshop wollen wir diese Neuausrichtung gemeinsam diskutieren und danach fragen, wie insbesondere auch sozial- und kulturhistorische Museen klimakulturelleThemen aus ihren Sammlungen heraus entwickeln, selbst nachhaltiger arbeiten und andere zum Handeln motivieren können. Welchen Beitrag leisten Museen zu einer Reflexion von Konsumverhalten und Lebensstilen? Wie können sie sich mit kulturellen Fragen etwa zur Klimagerechtigkeit in post-/dekolonialen Kontexten, zur zunehmend klimainduzierten globalen Migration oder zu indigenem Wissen über nachhaltige Lebensweisen befassen? Und welche Ausstellungs- und Vermittlungsformate braucht es, wenn es darum geht, Besucher*innen zum Handeln zu motivieren? Im Workshop besuchen wir unterschiedliche Wiener Häuser und diskutieren, wie Museen klimaaktiv werden können, welche Ziele sie sich setzen und wen sie erreichen wollen.

Veranstaltungsleitung:
Annette Löseke Lecturer für Museum Studies, Berlin (D)
Eva Tropper Leitungsteam Museumsakademie Joanneum, Graz (A)

Ort: Wien (A)
Kosten: 190 €, ermäßigt 140 €* (*Die Ermäßigung gilt für Studierende, Volontär*innen, Arbeitssuchende und Mitarbeiter*innen von Kooperationspartner*innen des laufenden Jahres.)

Zum Anmeldeformular: https://www.museum-joanneum.at/museumsakademie/programm/veranstaltungen/anmeldeformular


28.6.2021, 10 – 13 Uhr: Austausch zu: Standards für die Museen

Der Deutsche Museumsbund plant in Kooperation mit ICOM Deutschland und der Konferenz der Museumsberater in den Ländern (KMBL) eine Neufassung des Leitfadens „Standards für Museen“ (2006).
Mit der Neufassung sollen (Mindest-) Standards, Leitlinien und Impulse geliefert werden, anhand derer individuelle Ziele und Maßnahmen für eine zeitgemäße, professionelle und nachhaltige Museumsarbeit entwickelt und überprüft werden können. Die Publikation richtet sich neben den Museen insbesondere an Museumsträger und Kulturpolitiker, sie soll etwa über die Arbeit der Museen informieren, bei der Priorisierung von Ressourcen oder bei der Evaluierung von Museen unterstützen.
Im Zuge der Projektentwicklung möchten die Kooperationspartner Museumsträgern und Vertretern der Politik die Möglichkeit geben, ihre Perspektiven auf die Publikation einzubringen. Zu diesem Zweck werden Vertreter des Landkreistages, des Deutschen Städtetages sowie Vertreter der Museumsträger und Kulturpolitik auf Landesebene zu einem gemeinsamen Austausch mit Vertretern des Deutschen Museumsbundes, ICOM Deutschland und der KMBL eingeladen. Der Austausch ist für Montag, den 28. Juni 2021, 10-13 Uhr, voraussichtlich als Online-Meeting, geplant.

Mehr Informationen direkt beim Deutschen Museumsbund: www.museumsbund.de